#noplastic – Was ist das?

Die Mission #noplastic ist eine Aktion im Rahmen der GiG – Gesund in Germering (Facebook LINK) Initiative. Das Ziel heißt Nachhaltigkeit.  Das GiG Entertainment Programm bietet diverse online und offline Aktivitäten im Westen von München.

Die Challenge

Christian Weiler und meine Wenigkeit Gerald Haderlein haben uns für den September 2020 folgende Challenges gesetzt:

  1. #noplastic: Gerald Haderlein unternimmt den Versuch, jegliche Form von Plastikmüll, -verpackung & Co zu vermeiden. Im Vordergrund steht der Konsum.
  2. #nocar: Christian Weiler meldet sein Kfz ab und bestreitet seinen Alltag mit alternativen Fortbewegungsmitteln. Im Vordergrund steht der Sport.

#noplastic im Detail

Schwerpunkt meiner Challenge ist es, Plastik in jeglicher Form zu vermeiden. Dabei konzentriere ich mich auf Folgendes:

  • Lebensmittel verpackungsfrei einkaufen
  • regional statt zu-jeder-Zeit-alles-verfügbar-haben-wollen
  • Glas, Ton Metall statt Plastik
  • Keine bis wenige Neuanschaffungen, egal ob Kunststoff oder nicht

Was bei näherer Betrachtung und zunehmender Erfahrung zwangsläufig zu einer Veränderung des eignen Lebensentwurfs führt. Heute am Tag 9 weiß ich:

#noplastic – Veränderung auf allen Ebenen

Altes Ich

Für gewöhnlich bin ich viel mit dem eigenen Auto unterwegs und genieße die damit zusammenhängende Mobilität auch. Ich liebe es, essen zu gehen oder oder mir etwas mitzunehmen. Unterwegs Essen ist mein 2. Vorname. Im Supermarkt um die Ecke kaufe ich mein Mittagessen fürs Büro. Und wenn ich Freiheit will, dann fahre ich in die Natur. Dorthin, wo mich keiner findet und ich die Ruhe genießen kann. Wenn ich die Wahl zwischen Bio Champignons in Plastik habe oder nicht-Bio ohne Plastik, kaufe ich Erstere. Hafermilch trinke ich am liebsten aus dem TetraPack, Tofu & Seiten liegt in Folie verpackt im Kühlschrank.

Aktuelles Ich

Mit dem eigenen Auto zum Unverpackt-Laden jähren fühlt sich spätestens beim 2. Mal komisch an. Auch wenn ich mir natürliches Mineralwasser kaufe frage ich mich, warum ich es nicht aus der Leitung zapfe. Stylische Mehrweggläser und -gefäße habe ich bislang auch nicht angeschafft. Alles, was nach #noplastic „Lifestyle“ schmeckt, widert mich an. Essen und trinken „to go“ fällt nahezu komplett weg. Die Alufolie der geliebten Falafel oder die beschichtete Pappschachtel der Nasi Goreng Box widersprechen meinem eigenen Anspruch. Meine Einkaufsroutinen werden völlig auf den Kopf gestellt: gewohnte Geschäfte, Wege und Abläufe passen nicht mehr. Und je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr denke ich darüber nach.

Was wohl nach 1 Monat bleibt?

Diese Frage beschäftigt mich sehr. Aus eigener beruflicher Erfahrung kenne ich die „magische“ zahl 28. In vielerlei Kontext wird die Dauer einer Verhaltensänderung mit 21-28 Tagen beziffert. Was für mich bedeuten würde, mein Leben wäre ab Oktober frei von Plastik – was für eine herrliche Vorstellung.